Klagenfurt

All-in99 Erfolg in Klagenfurt | Im Gespräch mit wert.bau und Pointinger Bau 1024 576 martin

All-in99 Erfolg in Klagenfurt | Im Gespräch mit wert.bau und Pointinger Bau

In Kooperation mit dem Holzbauspezialisten Pointinger Bau aus Grieskirchen errichtet die wert.bau Projektentwicklungs GmbH ökologische und nachhaltige Wohnbauten in Massivholz-Bauweise auf Baurecht. Diese Woche wurde das bisher größte all-in99 Projekt in Klagenfurt fertiggestellt.

Ein Gespräch mit Mario Deuschl, Geschäftsführer der wert.bau, und Bernhard Pointinger, Geschäftsführer von Pointinger Bau.

Zunächst herzlichen Glückwunsch an Sie beide zur großartigen Leistung in Kärnten! Herr Deuschl, vielleicht könnten Sie zu Beginn nochmals einen Überblick über das all-in99 Projekt in der Morogasse geben.
Mario Deuschl (wert.bau): Sehr gerne. Das all-in99 Projekt in Klagenfurt ist mit vier Stockwerken und 56 Wohnungen unser bisher größtes. Baubeginn war im September 2018 mit den Tiefgaragen. Im März 2019 startete der Hochbau und keine 1,5 Jahre ab Start stehen wir nun – zugegebenermaßen sehr stolz – vor dem fertigen Projekt. Entstanden sind unsere beiden Wohnbauten in Massivholzbauweise übrigens auf einem knapp 5.000 m² großen Grundstück mit einer ertragsbewerteten Nutzfläche von rd. 3.391 m². Dieses haben wir von der Landwirtschaftskammer Kärnten auf 99 Jahre gepachtet. An dieser Stelle auch nochmals ein großes Dankeschön an den  Kammeramtsdirektor Dipl.-Ing. Hans Mikl der Landwirtschaftskammer Kärnten für seine Unterstützung und Aufgeschlossenheit gegenüber der Thematik Baurecht – für viele durchaus noch Neuland – die es uns erlaubt hat, leistbares Wohnen kombiniert mit ökologischer Nachhaltigkeit zu schaffen. Und auch unser Exklusiv-Vertriebspartner, die ÖKO-Wohnbau, und ihr Team hat wieder einmal hervorragende Arbeit geleistet: Bereits Monate vor der Fertigstellung waren 100 % der Wohnungen verkauft bzw. vermietet.

Ein Baustein der all-in99 Projekte ist die systematisierte Bauweise mit Massivholz. Hier arbeitet die wert.bau seit Beginn an mit Pointinger Bau als ausgewiesenen Holzbauspezialisten. Könnten Sie die all-in99 Bauweise kurz für uns beschreiben, Herr Pointinger.
Bernhard Pointinger (Pointinger Bau): Im Mittelpunkt des all-in99 Konzeptes – und übrigens Kern unserer Pointinger Philosophie – steht der natürliche Rohstoff Holz bzw. die Massivholzbauweise. Diese bietet eine Vielzahl von Vorteilen, ökonomische und ökologische. Einerseits ist ein zentrales Element des all-in99 Konzeptes die Vorfertigung der wandgroßen Bauteile – also die systematisierte Bauweise – die uns in Kombination mit der trockenen Bauweise kürzeste Bauzeiten ermöglicht. Andererseits haben wir z.B. in Klagenfurt aufgrund des schlankeren Wandaufbaus bis zu fünf Prozent mehr Wohnfläche im Vergleich zu herkömmlichen Beton- und Ziegelbauten geschaffen! Ganz wesentlich für uns ist auch die Nachhaltigkeit von Holz. Bautätigkeiten sind ja heute mitverantwortlich für das große Abfallaufkommen und da haben Systemlösungen aus Massivholz klar die Nase vorn. Sie verfügen über ein hohes Verwertungs- und Recyclingpotenzial. Daher setzen wir sogar bei der Dämmung mit unserer Holzweichfaserdämmung auf den natürlichen Rohstoff Holz.

Klagenfurt ist das bisher größte all-in99 Projekt in Österreich – mit 56 Wohnungen und 4 Stockwerken. Wie unterscheidet sich ein Projekt dieser Größenordnung von anderen bisher realisierten. Gab es besondere Herausforderungen, Herr Deuschl?
Mario Deuschl (wert.bau): Vielleicht noch kurz ergänzend zu den fünf Prozent mehr Wohnfläche – umgerechnet bedeuten diese ganze 150 Quadratmeter mehr Wohnfläche bzw. bis zu drei Wohnungen mehr – ein ganz wesentlicher Vorteil für Mietsuchende und natürlich auch Investoren. In Zahlen sind das rund 15.000 Euro mehr Mietertrag pro Jahr. Ganz generell ist das all-in99 Konzept so ausgelegt, dass es die Möglichkeiten, die ein Grundstück bietet, so gut als möglich nutzt. Speziell im innerstädtischen Bereich, wie hier bei der Morogasse, war die Grundstücksausrichtung und -beschaffenheit optimal, was letztlich auch die Realisierung von 56 Wohnungen erlaubt hat. Von der Umsetzung des Konzeptes gab es eigentlich keine großen Herausforderungen. Das all-in99 Konzept wurde so entwickelt, dass es für Grundstücke ab circa 2.000 Quadratmeter umgesetzt werden kann. Etwas intensiver waren die Vorarbeiten bis zur Baugenehmigung.

Wie muss man sich die bautechnische Umsetzung vorstellen. Inwiefern spielen hier die Größe bzw. die Höhe des Projektes eine Rolle?
Bernhard Pointinger (Pointinger Bau): Das all-in99 Projekt in der Morogasse ist der erste viergeschossige Wohnbau in reiner Massivholzbauweise und zugleich der höchste in Kärnten. Hier wurde quasi Pionierarbeit geleistet. Die Herausforderung war damit nicht das Bauen an sich, sondern die Abstimmung mit den Behörden in der Planungsphase und dann in der Umsetzung die Abstimmung mit der großen Zahl an Professionisten, sprich den verschiedenen Handwerkern. Hier hat unser Mitarbeiter Peter Mayr als Projektleiter exzellente Arbeit geleistet.

Herr Deuschl, dürfen wir fragen, ob weitere all-in99 Projekte dieser Dimension geplant sind?
Mario Deuschl (wert.bau): Sie dürfen – auch wenn ich noch nicht ins Detail gehen kann. Wir sind derzeit in Gesprächen für ein noch größeres all-in99 Projekt, ebenfalls in Kärnten, und ein weiteres in Niederösterreich. Die Nachfrage ist definitiv da – und wir weiterhin hoch motiviert, leistbares Wohnen in ökologischer Massivholzbauweise auf Baurecht zu schaffen. Knackpunkt ist und bleibt die Suche bzw. das Finden von passenden Grundstücken, auf denen wir unsere all-in99 Projekte auf Baurecht realisieren können.

Weitere Informationen zum all-in99 Konzept:
https://wert-bau.net/